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Meilensteine des Omse e.V.

Bereits seit Anfang der 90er Jahre engagieren wir uns für ein soziales Miteinander. Mit Freude blicken wir auf eine bewegte Historie zurück, in der wir dank unserer Mitglieder, Freunde und Förderer viel erreicht haben.

  1. 1985 Dresdner Wanderzunft

    Dresdner Freizeit -Töpfer, -Schmiede, -Weber-, -Papiermacher und -Korbflechter gründen 1985 die "Dresdner Wanderzunft" und zeigen ihre Leidenschaft und ihr Können nicht nur einander sondern auch jung und alt auf Dorf- und Stadtfesten. Bettina und Gunter Neustadt suchen einen festen Standort für die "Dresdner Wanderzunft" und finden 1988 die leere Gaststätte "Kümmelschänke".

    Im Juli 1988 wird eine Konzeption zur Entwicklung eines kulturellen und Handwerk orientierten Zentrums in der Kümmelschänke bei der Stadtverwaltung Dresden eingereicht.

    Die Stadtverwaltung erwirbt das Gebäude und das dazugehörige Grundstück vom Vorbesitzer.

    Die Mitglieder der Wanderzunft und deren Freunde und Helfer beginnen mit der Beräumung des Grundstücks und der Sanierung des Gebäudes.

  2. 1988 Wiederaufbau der Kümmelschänke

    Im September 1988 wird mit einer Dachziegel-Lieferung aus Thüringen der erste Stein zur Sanierung ins Rollen gebracht. Mitglieder, Freunde und Sympathisanten der Wanderzunft legen nun Tag für Tag und Wochenende für Wochenende Hand an die baufällige Kümmelschänke.

    Bis Ende 1989 werden eine Vielzahl von Sanierungsmaßnahmen durch Eigenleistung erbracht, einen kleineren Teil finanziert die Dresdner Stadtverwaltung. Ab 1990 sucht und findet die Wanderzunft auch Unterstützung bei der Grünen Liga, den Technischen Universitäten Dresden und Hamburg, dem Ökofonds der Altbundesländer sowie Unternehmen, die die Verbreitung ökologischer Technologien und Produkte fördern.

    Der Grundausbau des Obergeschosses ist Anfang 1990 so gut wie abgeschlossen als am 15.02.1990 durch die Dresdner Stadtverwaltung ein Baustopp verhangen wird, um die Zukunft der weiteren Projektentwicklung in der Kümmelschänke zu „klären“. Erst nach langen Debatten, Rechtsstreitigkeiten und Behördengängen wird der Baustopp am 18.04.1990 wieder aufgehoben.

  3. 1990 Gründung BioTop
    Kümmelschänke e.V.

    Aus der Dresdner Wanderzunft entwickelt sich ein Verein. Am 08.10.1990 wird er als "BioTop Kümmelschänke e.V." ins Vereinsregister Dresdens eingetragen.

  4. 1992 BioTop Kümmelschänke e.V. –
    Öko? Logisch!

    Die Kümmelschänke erhält eine Wärmedämmung, Gas-, Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen werden neu verlegt, im alten Kellergewölbe werden Keramikscherben aus dem 15. Jahrhundert gefunden, das Dach der Kümmelschänke trägt nun eine Thermosolaranlage.

    Der 30 Mitglieder starke Verein BioTop Kümmelschänke e. V. gewinnt im Juli 1992 die Bundesarbeitsgemeinschaft selbstverwalteter Gartenbaubetriebe BASG für ein großes  Sommerseminar zur Gestaltung der Außenanlagen der Kümmelschänke. Gemeinsam mit 80 Mitgliedern der BASG werden der Hof der Kümmelschänke neu gestaltet, eine wertvolle Trockenmauer saniert und das Dach der Gaststätte begrünt.

  5. 1992 Europäischer Umweltpreis

    Das Engagement des Vereins wird Ende 1992 mit dem Europäischen Umweltpreis ausgezeichnet.

  6. 1993 Eröffnung der Kümmelschänke –
    Das Brennofenfest

    Die unzähligen Aufbau- und Arbeitsstunden haben sich gelohnt. Am 17. Juli 1993 ist es soweit, die Kümmelschänke wird eröffnet. Am ersten Tag erscheinen 1000 Gäste, am zweiten Tag 750. In der Nacht zwischen erstem und zweiten Tag leiht der Restaurantleiter des Hotel "Newa", Harald Seiferth, der zur Eröffnung der Kümmelschänke als Gast anwesend ist, dem Wirt der Kümmelschänke, Hellfried Otto, aus den Hotelbeständen des Newa sämtliche Waren, die für den Gastronomiebetrieb des zweiten Tages in der Kümmelschänke benötigt werden.

    Die Brennofenfeste, mehrfach im Jahr stattfindend, werden Tradition in Omsewitz: Keramik Versteigern, Weben, Schmieden, Papier schöpfen, Sägen, Kleben, Falten, Kochen, Backen, Singen, Tanzen  –  für hunderte kleine und große glückliche Besucher.

    Aus der Idee des Biotop Kümmelschänke e. V., ein Projekt- und Tagungshaus im historischen Dreiseit-Hof Altomsewitz 7 zu errichten, entwickelt sich ein erfolgreiches Baugemeinschaftsprojekt von 16 Erwachsenen, 22 Kindern, 3 Katzen und einem Hund.

    Im Boden von Omsewitz gibt es Lehmvorkommen von guter Bauqualität, die auch jahrzehntelang durch vier Omsewitzer Ziegeleien abgebaut wurden. Der Biotop Kümmelschänke e. V. konzipiert 1993 für das Grundstück der Kümmelschänke das Projekt eines 250 m² großen Tagungshauses aus Lehm von der Idee bis zur genehmigten Bauvoranfrage.

  7. 1994 Große Projekte - Große Wirkung

    Altomsewitz wird für Groß und Klein zu einem Ziel für kleine schöne Stadtfluchten.

    Gaststätte, Garten, Töpferei, Weberei und die erste Natur- und Umweltbibliothek in Dresden (mit 3.000 entleihbaren Büchern) sind ein guter Kommunikationsort für an Natur und Umwelt interessierte Dresdnerinnen und Dresdner. Der BioTop Kümmelschänke e.V. wird als Verein als Freier Träger der Kinder und Jugendhilfe anerkannt und bietet Lehrgänge, Seminare Workshops und Projektwochen zu Natur-, Umwelt- und Handwerksthemen an.

    In der Gaststätte etabliert sich die Veranstaltungsreihe "Tafeln & Schwafeln" – Diskussions- und Gesprächsabende zu Kunst, Kultur, Bildung und Politik, einschließlich gemeinsamem Essen des Lieblingsgerichts des jeweiligen Prominenten des Abends.

    Der BioTop Kümmelschänke e.V. entwickelt das Projekt FachWerkHof Omsewitz. Ziel ist es, den Vierseitenhof Altomsewitz 11 aus dem Jahre 1768 zu erhalten und in eine soziokulturelle Arbeits-, Bildungs-, und Begegnungsstätte zu verwandeln. Gemeinsam mit weiteren Partnern entsteht der FachWerkHof e.V.

    Der BioTop Kümmelschänke e. V. baut 1994 im FachWerkHof, Altomsewitz 11, einen traditionellen Backofen für 20 Brote sowie eine öffentlich nutzbare Backstube. Der letzte Ofenbau dieser Art in Dresden lag ca. 100 Jahre zurück. Diesen, vom Biotop Kümmelschänke e. V. errichtete Backofen, kopieren in den folgenden Jahren ca. 15 Museen, kulturelle und touristische Einrichtungen sowie Privatpersonen in Sachsen zu Gunsten eigener Nutzung in Gestalt, Funktion und Material.

  8. 1996 Lehmhaus im Glashaus

    Der BioTop Kümmelschänke e.V. eröffnet in einem 500 m² großen Omsewitzer Gewächshaus eine 300 m² große Lehm-Werkstatt, eine öffentliche Ausstellung und Werkstatt für nachhaltiges Bauen mit Lehm.

  9. 1997 Errichtung des ehemaligen Auszughauses

    Entwicklung und Errichtung des ehemaligen Auszughauses der Familieninitiative Radebeul mit Unterstützung durch den "BioTop Kümmelschänke e.V."

  10. 1998 Entwicklung der Lehmwerkstatt

    Entwicklung der Lehmwerkstatt im Fachwerkhof, Bau des ersten großen Backofens und Eröffnung der Backstube.

  11. 2000 Auftritt auf dem Dresdner Stadtfest

    Auftritt auf dem Stadtfest Dresden mit einem Märchenpalast aus ca. 400 Strohballen rund um den Brunnen auf der Hauptstrasse. 

    Erweiterung der Arbeit mit Kindern durch Übernahme der Trägerschaft für die Kindertagesstätte "Kümmelkrümel".

  12. 2002 Schulgründung in Vorbereitung

    Übernahme der Verantwortung für einen zweiten Kindergarten „Wirbelwind“, erste Gedanken zur Gründung einer freien Schule.

    Bau eines "Grünen Klassenzimmers" auf der Landesgartenschau Großenhain - ein Pavillon aus Weiden für täglich stattfindende Seminare.

    Gründung der AG "Laborschule Dresden – Schule im Quartier".

  13. 2003 Umbenennung des Vereins in Omse e.V.

    Einreichung des Genehmigungsantrages für die "Laborschule Dresden – Schule im Quartier" beim Regionalschulamt Dresden.

    Umbenennung des Vereins in "Omse e.V."

  14. 2004 Eröffnung der Laborschule Dresden

    Eröffnung der Laborschule Dresden als freie Grundschule in Trägerschaft des Vereins zum Schuljahresbeginn 2004/2005.

    Übernahme des Weiterbildungsinstitutes "Praxisinstitut" in die Trägerschaft des Vereins.

  15. 2005 Eine weitere Kita kommt hinzu

    Übernahme der Trägerschaft für die Kindertagesstätte "Gorbitzer Früchtchen".

  16. 2007 Schule der Generationen

    Entwicklung des Konzeptes "Schule der Generationen" und Zusammenführung der Laborschule Dresden und des Werkhauses ideell und strukturell am Standort Espenstr. 3 und 5.

    Abschluss des Erbbaupachtvertrag für den Standort Espenstr. 3 (Laborschule) sowie Abschluss des Mietvertrag für den Standort Espenstr. 5 (Werkhaus).

    Anerkennung der Grundschule der Laborschule Dresden als Ersatzschule; Erteilung der ersten Bildungsempfehlungen.

  17. 2008 Eröffnung des Gymnasiums der Laborschule Dresden

    Bewerbung um die Trägerschaft einer weiteren Dresdner Kita – das "Koboldland" in Dresden-Klotzsche.

    Eröffnung des Gymnasiums der Laborschule Dresden.

  18. 2010 Wir begrüßen die Kita Koboldland

    Übernahme der Trägerschaft für die Kindertagesstätte "Koboldland".

  19. 2013 Laborschulgebäude wird saniert

    Beginn der Sanierungsmaßnahmen der Außenhülle der Laborschule Dresden (Espenstr.).

  20. 2014 10 Jahre Laborschule Dresden

    Abschluss der Sanierung der Außenhülle der Laborschule Dresden und Umbau eines Teils des Werkhauses (Espenstr.) zur Kita "Löwenzahn".

    Konzipierung der Ausrichtung der Kita und Eröffnung dieser am 1. Juni 2014 als Kita "Löwenzahn" mit Platz für 60 Kinder.

    10 Jahre Laborschule Dresden – die ersten Laborschüler legen ihre Schulfremdenprüfung erfolgreich ab.

  21. 2015 Wir feiern unseren 25. Geburtstag

    Unsere Kita "Gorbitzer Früchtchen" macht sich auf den Weg nach dem "Early Excellent" Ansatz zu arbeiten und bekommt hierfür hilfreiche Unterstützung durch die Heinz und Heide Dürr Stiftung.

  22. 2016 Die Welt kommt nach Gorbitz

    Die Welt kommt nach Gorbitz, der Stadtteil wird bunter. Der Kindertreff "Puzzle" und unsere Gorbitzer Kitas öffnen sich für Kinder und Familien aus anderen Ländern.

    Abschluss der Sanierungsarbeiten an und in der Laborschule incl. der Zuwegung für Menschen mit Mobilitätseinschränkung.

    Die ersten Abiturienten der Laborschule legen erfolgreich ihre Prüfung ab.

    Der Laborschulchor begrüßt einen Kinderchor aus Südkorea und ist für eine Woche Gastgeber.

  23. 2017 Ein Jahr voller Ereignisse

    Wir stellen für Menschen mit Fluchthintergrund 10 Plätze für Arbeitsgelegenheiten (AGH) zur Verfügung und machen spannende Erfahrungen.

    Unser Projekt "Nachbar I schafft I Gorbitz" wird bewilligt.

    Wir können nun begegnungsstiftend und kulturvermittelnd im Stadtteil agieren.

    Der Laborschulchor wird zum Gegenbesuch nach Südkorea eingeladen.

    Die Schüler der 9. Klasse fahren zum Schüleraustausch nach Spanien.

  24. 2018 Der Kindertreff wird zum
    Kinder- und Familientreff

    Aus unserem Kindertreff "Puzzle" wird der "Kinder- und Familientreff  Puzzle". Besonders freut uns, dass sich der Familienraum im neu eröffneten Einkaufszentrum "dresden.karree" befindet – ein herrlicher Raum mit Weitblick über den Stadtteil Gorbitz. Mit diesem Raum haben wir uns einen lang ersehnten Wunsch erfüllt, einen Ort für Familien zu schaffen.

Kerstin Reetz-Schulz
Geschäftsführender Vorstand